P wie Pekip (Prager Eltern Kind Programm)

Beim Pekip steht das generationsübergreifende Zueinanderfinden von Kind und Eltern im Vordergrund. Mit unterschiedlichen Materialien werden die Sinne angeregt und spielerisch findet eine Intensivierung der Beziehung untereinander statt. Soweit die recht langweilige Theorie.
Bringen wir es auf den Punkt: Ein Pekipkurs kann das Paradies für jeden Mann sein. Sie sind der Hahn im Korb, um sie herum nur frische, glückliche Mütter. Und seien wir mal ehrlich: Wann haben sie das letzte Mal so viele zufriedene Frauen auf einem Haufen gesehen? Damit Sie das Ganze auch genießen können, gibt es allerdings ein paar Regeln, die sie tunlichst beachten sollten.
1. Vergessen sie ihr Deo nicht! Beim Pekip ist alles ganz natürlich, da liegen die Hauptpersonen alle nackt rum. Bevor jetzt mit Ihnen die Fantasie durchgeht: Die Hauptpersonen sind natürlich die Babys – und nicht die Mütter… Aber damit die kleinen Frischlinge sich auch wohlfühlen, läuft die Heizung auf Hochtouren, entsprechend ist die Raumtemperatur. Die hormongestählten Mütter stecken das locker weg. Als der liebe Gott die Schweißdrüsen der Männer schuf,  war die Pekipinitiative wohl noch in der Gründungsphase. Unsereiner sollte also darauf achten, nicht völlig dahin zu fließen.
2. Trotz der Hitze: Bleiben sie cool! Je nachdem, wie mobil ihr Nachwuchs ist, kann ein menschliches Bedürfnis schon mal für eine gewisse Hektik sorgen, und die ist beim Pekip völlig unangebracht. Also bewahren sie Ruhe, lächeln sie immer freundlich, schimpfen sie nicht mit ihrem Kind und nehmen alles mit Hingabe. Mein Junior pieselte immer mit ebensolcher in die Kiste mit dem Spielzeug. Das war nicht schön, sie können aber sicher sein, die ganzen Hormonbomben um sie herum werden das kaum wahrnehmen, und falls doch, es im Zweifel „toll“ oder „total süß“ finden. Womit wir schon beim dritten Punkt wären:
3. Lassen sie ihre Rationalität draußen und seien sie respektvoll! Lachen sie nicht, wenn die Mädels unerwartet anfangen zu heulen, weil sie völlig überwältigt von der Mimik des eigenen Nachwuchses sind. Bezeichnen sie die Gespräche über die in der letzten Woche gemachten Erfahrungen nicht despektierlich als „Laberrunde“. Das kommt nicht gut. Glauben sie mir! Ich hab`s ausprobiert. Gewöhnen sie sich lieber das gängige Vokabular an. „Süß“, „toll“, „niedlich“, „schnuckelig“, etc. Superlative kommen auch immer gut. Wenn sie das beherzigen, werden die Mädels sie lieben. Selbst wenn sie einen Bauch oder eine Halbglatze haben. Und sie selbst werden anfangen, Frauen zumindest ein klitzekleinesbißchen zu verstehen. Für einen Mann ist das ja schon allerhand.
4. Seien sie nicht neidisch! Es wird zu Situationen kommen, da kommen sie mit den Mädels nicht mit.  Die Damen der Schöpfung haben einen unschlagbaren Vorteil: Brüste! Ihnen als Mann fehlen die entscheidenden weiblichen Rundungen. Diesen Nachteil können sie auch nicht ausgleichen, wenn sie sich über Jahre nur von hormongemästeten Hühnchen ernährt haben. Dann würden sie vielleicht, was das Volumen angeht, in einer ähnlichen Liga spielen, ihnen würde trotzdem das entscheidende fehlen: Die Milch. Die Kleinen Knirpse sind gnadenlos käuflich. Sie können ein noch so liebevoller und sorgender Vater sein. Wenn die Mutter des Kindes auspackt, lässt sie ihr Nachwuchs fallen wie eine heiße Kartoffel. Die Welt ist ungerecht. Gewöhnen sie sich dran. Gewöhnen sollten sie sich auch an den Anblick stillender Mütter. Davon wimmelt es beim Pekip geradezu. Wenn ihr Nachwuchs also quengelt, weil sie der einzige in der Runde sind, der den Trinkgelüsten des Nachwuchses aus rein biologischen Gründen nicht nachgeben kann, bewahren sie Ruhe. Suchen sie dem Kind irgendeine andere Beschäftigung und denken sie an was Schönes. Zum Beispiel daran, wann ihr Lieblingsverein das letzte Mal gegen den FC Bayern München gewonnen hat. Das kann zwar etwas dauern aber dann werden auch sie strahlen. Wie alle anderen in der Runde auch. Ich liebe Pekip! Und sie werden es auch tun!